(Eine klare Perspektive, sachlicher Kontext & eine Einladung, Hautpflege neu zu denken)
Hinweis vorab. Dieser Artikel gibt meine persönliche Meinung und Erfahrung zu Hautpflege und basischem Baden wieder. Er dient allein der Unterhaltung und allgemeinen Information und ist keine medizinische Beratung und kein Ersatz für professionelle Diagnose, Behandlung oder individuelle Betreuung. Nichts hierin soll Krankheiten diagnostizieren, behandeln, heilen oder verhindern. Beginne, beende oder ändere keine Therapie wegen dieses Artikels — sprich bei Gesundheitsfragen immer mit medizinischem Fachpersonal. Das wird dir ohnehin sagen, dass das Quatsch ist, was ich hier schreibe!
Einstieg: Mehr Hautpflege = gesündere Haut? Oder genau andersherum?
Über die Jahre habe ich viele Menschen getroffen, die seit Jahrzehnten konsequent basische Körperpflege praktizieren. Eines der inspirierendsten Beispiele ist für mich Dr. Peter Jentschura, den ich gemeinsam mit seiner Frau persönlich kennenlernen durfte. Mit 85 Jahren wirkt er eher wie Anfang 70 — sein jugendliches Aussehen und seine Vitalität sind für mich der lebende Beweis, was ein Leben mit basischer Körperpflege und Säureausleitung bewirken kann. Das hat mich tief beeindruckt und prägt meinen eigenen Weg bis heute.
Unsere Haut ist ein hochintelligentes Organ — sie reguliert, schützt und leitet aus. In der konventionellen Kosmetik werden diese Funktionen oft überlagert: Schicht um Schicht Cremes, Öle und filmbildende Substanzen. Das Versprechen: Schutz und Pflege.
Meine persönliche Sicht — gestützt auf Jahre der Erfahrung mit basischem Baden und basischer Körperpflege — ist klar: Die Haut braucht keine Schichten aus Ölen und Cremes, sondern Raum, sich selbst zu regulieren.
In diesem Artikel teile ich meine Perspektive, inspiriert von zwei Pionieren der basischen Körperpflege: Peter Jentschura und Bioleo. Beide betonen seit Langem, dass konventionelle Öle und Cremes oft mehr schaden als nützen. Es geht hier nicht darum, Produkte zu verkaufen — es geht ums Aufklären und darum, die natürliche Intelligenz des Körpers wieder in den Blick zu rücken. Und bitte: Denk selbst nach, ob das mit dir resoniert.
Teil 1 — Basische Perspektiven: Dr. Peter Jentschura & Bioleo
1.1 Dr. Peter Jentschura: die Ausscheidungsfunktion der Haut ernst nehmen
Peter Jentschura gehört zu den frühesten Verfechtern der basischen Körperpflege und langer basischer Bäder in Deutschland. Seine Haltung ist eindeutig:
„Durch basische Körperpflege wird die natürliche Ausscheidungsfunktion der Haut aktiviert. Gleichzeitig verbessert sich die Selbstfettung der Haut — trockene und juckende Haut hat keine Chance mehr."
Er weist darauf hin, dass sich Menschen früher mit basischen Seifen wie der klassischen Kernseife (hoher pH) gewaschen haben, was das Ausleiten von Säuren und Rückständen über die Haut unterstützte. Die heute allgegenwärtigen „pH-hautneutralen" Seifen (pH 5–5,5) sind aus seiner Sicht kontraproduktiv — man trägt Säure auf ein Organ auf, das dafür gebaut ist, Säure auszuscheiden.
Jentschuras Empfehlung ist schnörkellos:
- Säurebasierte, abdichtende Produkte meiden, besonders in Kombination mit basischer Pflege.
- Keine Creme nötig, wenn die Haut in einem basischen Umfeld unterstützt wird — sie fettet sich selbst.
Meine eigene Erfahrung deckt sich damit: Wenn Menschen 8–12 Stunden basisch baden, sehen wir, was herauskommt — nenn es Säuren, Ablagerungen oder Rückstände. Der Effekt ist im Wasser sichtbar und auf der Haut spürbar. Das ist keine abstrakte Theorie, das ist gelebte Praxis.
1.2 Bioleo: keine Kompromisse bei Zusatzstoffen
Bioleo verfolgt einen radikal minimalistischen Ansatz. Konservierungsstoffe wie Benzoesäure, Sorbinsäure und Parabene werden als Belastung für Haut und Körper abgelehnt. Stattdessen setzt Bioleo auf traditionelle basische Schmierseife, hergestellt ohne moderne Tenside und teils dezent beduftet mit natürlichen Zutaten wie Vanilleschoten statt Parfüm.
In dieser Sichtweise wird Eincremen überflüssig, weil sich die Haut im basischen Milieu selbst reguliert.
Jentschura und Bioleo stehen beide für:
- Poren öffnen statt versiegeln
- die Haut unterstützen statt ersticken
- ein basisches Milieu schaffen statt mit Säuren überziehen
Teil 2 — Warum ich Öle & Cremes kritisch sehe
2.1 Konventionelle Öle & Cremes: Porenversiegelung und Säurestau
Aus meiner Sicht verstopfen viele konventionelle Öle und Cremes die Poren und blockieren die natürliche Ausscheidung der Haut. Es entsteht eine Art „Säurestau". Kurzfristig sieht die Haut glatter aus (weil die Säure in tiefere Schichten zurückgedrängt wird), langfristig werden Säuren und Stoffwechselreste unter die Oberfläche zurückgeschoben.
Das Ergebnis: ein vorübergehender kosmetischer Effekt, aber keine echte Lösung. Ständiges Cremen wird zur endlosen Kompensationsschleife.
2.2 Hochfrequente Öle — energetisch, nicht abdichtend
Ich bin nicht gegen jede Form von Öl. Hochwertige, vollkommen naturbelassene Pflanzen- oder ätherische Öle — etwa von doTERRA oder Young Living — können besondere Frequenzen tragen, die den Körper auf unterstützende Weise ansprechen können. Wenn diese Öle wirklich rein und chemisch unverändert sind, berichten viele Menschen von einer bemerkenswerten Qualität.
Ich selbst habe auf diesem Feld keine umfassende Erfahrung, aber ich habe genug gesehen, um zu glauben, dass gezielter Einsatz — etwa kleine Mengen auf bestimmte Punkte oder bestimmte Öle innerlich im Rahmen eines Detox-Protokolls — den Körper unterstützen kann. Ich bin offen dafür und will mich den Möglichkeiten nicht verschließen.
Meine klare Position bleibt trotzdem: Diese Öle gehören nicht täglich und nicht in dicken Schichten auf die Haut. Übermäßiger Gebrauch kann die natürlichen Hautfunktionen blockieren — egal ob pflanzlich oder mineralisch. Gelegentlich und mit Absicht eingesetzt, können sie etwas geben — aber sie ersetzen nicht die eigene Regulationsintelligenz der Haut.
2.3 Ein Blick in die Natur
Schauen wir in die Natur: Kein Tier verbringt seine Tage damit, die Haut mit Lotionen, Cremes oder Seifen zu bedecken. Natürlich gibt es im Tierreich ein paar Ausnahmen: Manche Vögel „einemsen" sich und reiben Insekten ins Gefieder, bestimmte Affen nutzen zerriebene Blätter oder Tausendfüßler gegen Parasiten. Elefanten und Schweine nehmen Schlamm als natürlichen Schutz gegen Sonne und Insekten. Aber keine dieser Arten pflegt die tägliche Gewohnheit, sich zu waschen, zu schrubben oder mit synthetischen Substanzen zu beschichten, wie wir Menschen es tun.
Für mich wirft diese einfache Beobachtung eine kraftvolle Frage auf: Wenn jedes andere Lebewesen der natürlichen Intelligenz seiner Haut vertraut, um sich auszubalancieren, zu schützen und zu erneuern — warum tun wir es nicht?
Ich persönlich habe (wir haben) vor über einem Jahr aufgehört, Seife für Gesicht und Körper zu benutzen. Nur einmal pro Woche nehme ich eine stark basische Seife für die Haare — und natürlich wasche ich mir nach der Toilette weiterhin die Hände. Aber das war's. Keine täglichen Cremes, keine Lotionen, keine Produkte. Und das Ergebnis? Meine Haut sah nie gesünder aus und fühlte sich nie gesünder an — UND jünger.
Du denkst vielleicht, das kann nicht sein — völlig in Ordnung. Aber ich lade dich ein: Besuch uns, sieh es dir mit eigenen Augen an, und beginn vielleicht zu hinterfragen, was die Haut wirklich braucht, um aufzublühen.
Teil 3 — Die medizinische Perspektive: zwei Welten
3.1 Ausscheidung über die Haut? Offiziell: nein
Die konventionelle Dermatologie kennt „Hautübersäuerung" oder „Schlacken" nicht als physiologische Konzepte. Die primären Ausscheidungsorgane sind Leber und Nieren. Über die Haut werden demnach nur Wasser, Salze und minimal Harnstoff abgegeben. Die Vorstellung, dass „Säuren über die Haut herausgezogen werden", ist nicht anerkannt.
3.2 Okklusion & Mineralöle
Die Dermatologie beschreibt Okklusion (z. B. Vaseline) oft als positiv bei trockener Haut, weil sie den Wasserverlust verringert. Gleichzeitig können stark abdichtende Substanzen bei manchen Menschen z. B. Akne verschlimmern.
Mineralöle (Paraffine/Vaseline) werden gern als „unbedenklich" dargestellt. Das ist aber nur die halbe Geschichte:
- Die Stiftung Warentest fand MOAH (aromatische Mineralöl-Kohlenwasserstoffe) in allen getesteten Mineralölprodukten — in mancher Vaseline über 9 %. (Link test.de 05/2015)
- MOAH gelten als potenziell krebserregend, besonders die aromatischen Verbindungen, die vom Körper aufgenommen werden können. (Link test.de 05/2015)
- Das BfR (Bundesinstitut für Risikobewertung) hält ein akutes Risiko für unwahrscheinlich, räumt aber ein, dass Langzeitwirkungen nicht abschließend bewertet sind — besonders bei Lippenprodukten und dauerhafter Anwendung. (Link Wikipedia)
Für mich persönlich ist klar: Ein Erdöl-Nebenprodukt, mit dem auch Maschinen- und Autoscharniere geschmiert werden, gehört überhaupt nicht auf unsere Haut. Was Vaseline genau ist, habe ich hier erklärt (Was wirklich in Tiger Balm steckt) … zieh deine eigenen Schlüsse!
Teil 4 — Basische Pflege als Alternative
Basische Körperpflege — durchs Baden oder basische Waschungen — lässt die Haut das tun, wofür sie gebaut ist:
- ausleiten statt abdecken
- sich selbst fetten statt von Cremes abhängen
- den pH anheben statt künstlich „ansäuern"
Cremes werden überflüssig, weil die Haut nach basischen Anwendungen auf natürliche Weise ihre Balance findet.
4.1 Historischer Blick: echte Seife ist basisch — und hat jahrhundertelang funktioniert
Seit Jahrtausenden entsteht „echte Seife" durch das Verseifen von Fetten mit basischer Lauge (traditionell aus Holzasche). Chemisch sind Stückseifen von Natur aus basisch, nicht pH-neutral. Klassische Seifen liegen typischerweise um pH 9–10, traditionelle Kernseife oft bei pH 9,0–9,5.
Historisch wurden solche basischen Seifen auch für Waschungen bettlägeriger Menschen genutzt, um sie sauber und trocken zu halten. Lange vor modernen Barriere-Konzepten war das tägliche Standardpflege — und galt in der Praxis als bewährt.
Erst in den letzten Jahrzehnten empfehlen klinische Leitlinien bevorzugt „hautneutrale" Reiniger (oft um pH 5,5) statt basischer Seifen — wir halten dagegen: Gut gemachte basische Seifen und auch basische Bäder können für viele Menschen sehr gut mit gesunder Haut vereinbar sein.
Zur Begrifflichkeit: In der Chemie ist „pH-neutral" pH 7. Marketing-Formulierungen wie „pH-hautneutral" meinen meist einen sauren Bereich um den durchschnittlichen Haut-pH (etwa 4,7–5,5). Die pauschale Gleichung „pH 5,5 = neutral" stellen wir infrage — wissenschaftlich wie praktisch.
Mein Fazit: Ich glaube, dass stark basische Seifen über die Geschichte hinweg wirksam überschüssige Säuren aus der Haut gezogen und ihre natürliche Reinigung unterstützt haben. Jahrhundertelang hat das bemerkenswert gut funktioniert. Erst in den letzten Jahrzehnten — als die moderne Medizin die Hautphysiologie neu interpretierte und eigene Studien zum sogenannten „Säureschutzmantel" vorantrieb — wurde diese bewährte Tradition nach und nach ersetzt.
Aus meiner Sicht war dieser Wandel nicht zum Vorteil der menschlichen Gesundheit und der natürlichen Hautfunktion.
Anmerkung: Dieser Abschnitt liefert historischen Kontext und eine redaktionelle Meinung — keine medizinische Beratung.
Teil 5 — Medizinische Evidenz vs. Praxiserfahrung
Die Dermatologie erkennt die Haut nicht als Entgiftungsorgan an. In der Praxis sehen wir etwas anderes:
- Menschen nehmen lange basische Bäder,
- im Wasser zeigen sich sichtbare Rückstände,
- Hautbilder verbessern sich über die Zeit deutlich,
- die Menschen fühlen sich danach spürbar besser,
- sie sehen jünger und erholter aus.
Wissenschaftliche Studien fehlen — aber das heißt nicht, dass die Praxis nicht real ist. Es heißt: Zwei Perspektiven existieren nebeneinander:
- evidenzbasierte Dermatologie
- erfahrungsbasierte basische Praxis
Meine klare Haltung
- Cremes & Öle sind nach meiner Erfahrung nicht nötig für gesunde Haut.
- Basische Milieus aktivieren die natürlichen Funktionen der Haut.
- Hochwertige ätherische Öle können energetisch unterstützen — bewusst eingesetzt, nicht täglich.
- Mineralöle mit MOAH sind für mich auf der Haut inakzeptabel.
- Die Schulmedizin erkennt vieles davon nicht an — und das ist okay. Was ich in der Praxis sehe, ist eindeutig.
Zum Schluss
In diesem Artikel geht es nicht darum, etwas zu verkaufen. Ich möchte einfach meine persönliche Sicht teilen. Als Bathmaster werde ich oft gefragt, wie ich zu Ölen und Cremes auf der Haut stehe. Und wenn ich es erkläre, höre ich oft ein „Wow" — deshalb mache ich es hier jetzt öffentlich.
Für mich ist völlig klar, wie die Haut funktioniert: Sie ist ein Ausscheidungsorgan. Säuren verlassen den Körper über die Haut, wenn du das unterstützt — ich sehe es in meinen eigenen Bädern, bei anderen und in den Rückständen im Wasser. Und ich beobachte, wie Beschwerden und Hautbilder reagieren, wenn Menschen ihre Säuren über die Haut ziehen lassen.
All das ist offiziell nicht anerkannt — und das ist für mich in Ordnung. Ich werde weiter darüber sprechen, weil ich sehe, was passiert. Bilde dir deine eigene Meinung — ich freue mich, meine Erfahrungen hier mit dir zu teilen, und hoffe, mein „nur zur Unterhaltung"-Artikel hat dir gefallen.
Bathmaster, nicht Arzt. Alle Inhalte teilen Erfahrungswissen — keine medizinische Beratung, keine Heilversprechen. 100 % Eigenverantwortung.
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