Vorweg

Eine meiner größten Inspirationen als Bathmaster ist Stefan Kolumbuchi, der den ursprünglichen deutschen Text verfasst hat. Verfilmt wurde er später von „Flo" auf dem YouTube-Kanal „Sigreich". Ich beanspruche keine Autorschaft an diesem Text — ich habe ihn lediglich aufbereitet, um ihn hier zugänglich zu machen, weil ich ihn für wertvoll und lesenswert halte.

Wie immer gilt: Das hier ist ein reich gedecktes Informations-Buffet — nimm, was mit dir resoniert, und lass liegen, was nicht passt. Ich wünsche dir eine spannende Lektüre.


Die Geschichte des Badens

Die meisten Menschen leiden an ihren Krankheiten

Die meisten Menschen leiden an ihren Krankheiten. Sie leiden an ihren Schmerzen, an Schwäche; Übergewichtige leiden am Rasen ihres Blutes bei der kleinsten Anstrengung, an weichen Knien und Seitenstichen beim ärztlich verordneten Sport — und auch am wenig schmeichelhaften Anblick, den sie bieten, so wie Männer mit Glatze und alte Menschen mit faltiger Haut an ihrem Aussehen leiden.

Warum die Kombination aus Ernährung und Bewegung so wenig bringt

Die meisten Verbesserungsprogramme setzen vor allem auf Ernährungsumstellung. Dazu kommen Entgiftungstaktiken wie Sport oder Fasten, die aber hauptsächlich Harnwege und Darm belasten. Übersehen wird, wie schwer es ist, die bereits vorhandenen Säuremengen wieder loszuwerden. Bei einem heutigen 50-Jährigen geht es um etwa die Hälfte der Körpermasse — bei einem 90-Kilo-Mann also um 45 Kilogramm. Das sind 45 Kilogramm Ablagerungen, die man nicht einfach weghungern oder wegtrainieren kann. Ein durchschnittlicher 50-Jähriger besteht zur Hälfte aus Schlacken — auch in den Knochen: Dann brechen Knochen leichter. Auch in den Sehnen: Dann sinkt die Beweglichkeit. In den Muskeln: Dann lässt die Kraft nach. In den Gelenken: Dann schmerzen die Gelenke. Der Körper wird in diesem Alter schwach, weil ihm Basen fehlen, die durch Kalium-Säuresalze ersetzt werden — Kalium ist das häufigste Basen-Mineral in konventionell erzeugten Lebensmitteln — und durch Harnsäure, denn schon mäßiger Fleischkonsum bringt viel Harnsäure in den Körper. Stecken in der Knochensubstanz viele dieser sauren Salze oder freie Säuren, brechen die Knochen leichter.

Der Körper muss also nicht einfach Masse verlieren — er muss sie aktiv aus den Depots lösen und die Löcher in der Substanz mit Basen füllen. Säuren zu lösen, zu neutralisieren, zu verdünnen und auszuscheiden würde allein über basenüberschüssige Ernährung vermutlich Jahrhunderte dauern — mindestens so lange, wie man säurebildend gelebt hat, im Beispiel also 50 Jahre. Hinzu kommt: Der Ausscheidungsprozess braucht die dreifache Menge an reinen, reaktionsfähigen Basen, die nach der Verdauung aus basenüberschüssiger Kost übrig bleiben. Da auch der Aufbau gesunder Körpersubstanz Basenüberschüsse braucht, geht man davon aus, dass für die Entgiftung im Schnitt 20 Milligramm Basen pro Kilo basenüberschüssiger Nahrung (Bio-Obst und -Gemüse) zur Verfügung stehen. Die nötige Nahrungsmenge wäre gewaltig — und führt zu dem Schluss, dass es Jahrhunderte dauern würde, Ernährungsfehler vollständig zu korrigieren.

Um eine solche Säuremenge auf normalem Weg auszuscheiden, müsste ein Mensch etwa 7.000 Tonnen basenüberschüssige Nahrung verzehren. Bei 3,5 kg Tagesration wären das zwei Millionen Tage — 5.479 Jahre. Nimmt man an, dass der Körper freie Säuren auch über das Trinken von 3 bis 5 Litern reinem Wasser täglich oder über akute Ausscheidungen wie Erkältungen loswird, verkürzt sich die Zeit deutlich, weil er größere Säuremengen auf einmal abgeben kann.

Beispiel:

  • 50-jähriger Mensch, Säureanteil die Hälfte von 90 kg = 45 kg angesammelte Säuren

  • 45 kg angesammelte Säure

  • 135 kg (45 kg × 3) Basen nötig für die Ausscheidung über Urin und Stuhl

  • 7.000 Tonnen reine Nahrung nötig — theoretisch 5.479 Jahre für die Ausscheidung über basische Ernährung

  • Praktisch schneller durch Trinken und Bewegung: „nur" 50 bis 100 Jahre

Die Reinigungszeit über eine konsequent basische Ernährung läge immer noch bei mindestens 50 Jahren.

Diese lange Zeit bis zu sichtbaren Ergebnissen ist der Grund, warum Diäten nicht durchgehalten werden. Zudem sind die meisten Diäten weit davon entfernt, basenüberschüssig zu sein — sie verschlechtern die Säurebilanz sogar. Die Folge: Menschen fühlen sich hilflos, nehmen ihre Krankheiten und ihr Übergewicht als gottgegeben, Schicksal oder Vererbung hin und kehren zu ihrer gewohnten Ernährung zurück.

Allen Diäten fehlt eine entscheidende Komponente: der beste, schnellste und angenehmste Weg, Säuren und Schlacken direkt auszuleiten. Wird diese Komponente integriert, merkt man den Erfolg ab dem ersten Tag, kämpft weniger mit Umstellungssymptomen und kann den Körper eines 50-Jährigen in etwa fünf Jahren auf den Stand eines 20-Jährigen reinigen. Auch das Lebensgefühl wird wieder so frisch, spontan und energiegeladen wie in der Jugend. Diese entscheidende Komponente ist der Anfang der Verjüngung. Es ist die basische Körperpflege.


Die Geschichte der Körperpflege

Über Jahrtausende war Körperpflege basisch (Jentschura 2000, Huber-Buschbeck 2001, Leinberger 2005). Die Menschen nutzten basische Mittel, um Körper und Kleidung zu waschen und die Haut zu pflegen. Das Salben mit wertvollen Ölen ist aus dem allgemeinen Geschichtswissen bekannt — je reiner ein Öl, desto basischer ist es. Auch für Wohnumfeld, Putzen und Geschirr wurden basische Mittel verwendet. Von all dieser Vielfalt ist in den heute verbreiteten Produkten nur der basische pH-Wert der Zahnpasta geblieben — die allerdings so viele bedenkliche Stoffe enthält, dass sie nicht mehr basisch wirkt.


Die langen Bäder

Neben den uns heute verständlichen Zwecken — Waschen, Befeuchten, Reinigen — gab es die Badekultur. Sie war der Weg und Schlüssel zu Gesundheit und Wohlbefinden. In allen Weltkulturen finden sich Hinweise auf stundenlange basische Bäder, die als wirksamste Heilbehandlung überhaupt beschrieben werden (Kaiser 2005, Leinberger 2005, Jentschura 2000). Nur in einigen entlegenen Regionen wie Mexiko und Japan hat sich die Badetradition bis heute erhalten (Hörnicke 1957, Leinberger 2005). Dass dies auf eine Weltkultur hindeutet, die vor 10.000 Jahren existiert haben muss, ist schon erstaunlich. Noch erstaunlicher sind die Wirkungen der Bäder, wo sie noch beschrieben werden — und die Fähigkeiten, die eine so starke Gesundheit mit sich bringt und die heute niemand mehr kennt.

„Mit Wasser aus reinem Becken habe ich mich gebadet,
mit Soda lange mich gereinigt,
mit gutem Öl mich schön gemacht."

(Tontafel der „Sumerischen Beschwörungen", 3. Jahrtausend v. Chr.)

Unseren direkten Vorfahren wird bärenhafte Kraft nachgesagt, sie waren kälteresistent (Plutarch, zitiert nach Wandmaker 1992) und lebten deutlich länger als die Menschen heute. Zeus' Frau Hera soll regelmäßig zu einem bestimmten Bad auf der Halbinsel von Argos gereist und jedes Mal verjüngt zurückgekehrt sein (Günther 2005).

Das Mittel der Verjüngung war der sagenhafte Jungbrunnen — Quellen mit basischem Wasser, in denen lange gebadet wurde. In Ägypten gab es mehrere Basenseen im Wadi al Natrun, das dem Natron — der Karbonatverbindung des Natriums — seinen Namen gab. Die Menschen reisten zum basischen Wasser und machten mehrtägige oder mehrwöchige Badekuren, die zur Verjüngung führten. An den Ufern lagerten sich basische Verbindungen wie Natron und Soda als weißes Pulver ab — von den Ägyptern „Trona" genannt und für basische Bäder zuhause verwendet. Trona war sehr wertvoll (Kaiser 2005) — ein Hinweis darauf, dass die Ägypter um die Bedeutung eines hohen Wasser-pH-Werts beim Baden wussten.

Aus ungeklärten Gründen endete das Baden im Wadi al Natrun — vielleicht, weil der Wasserspiegel sank. Mehrmals trockneten die Salzseen im Sommer vollständig aus. Auch Trona kam außer Gebrauch. Zu Kleopatras Zeit, kurz vor Christus, war die Wirkung von Natron und Soda im Mittelmeerraum nicht mehr bekannt — vergessen. Die berühmte Schönheit musste auf Bäder aus Milch und Zucker ausweichen, um wenigstens etwas basische Wirkung zu erzielen. Die frühen Christen kannten die Bedeutung basischer Bäder: Sie gründeten 50 Klöster im nur 30 Kilometer langen Wadi al Natrun (Müller 2005). Dieser Standort rief den erbitterten Widerstand des Römischen Reichs hervor, das die Klöster wiederholt zerstörte. Aber der Reihe nach: Warum mussten Christen darum kämpfen, das gemeinsame Kulturerbe der basischen Bäder wiederzuentdecken?


Der berühmteste Badearzt: Johannes der Täufer

Vor zweitausend Jahren wurde ein weiterer Bader weltberühmt. Johannes der Täufer nutzte basische Bäder für die Taufe. Über die körperliche Reinheit der Bäder wurde auch der Geist gereinigt, und die ersten Christen wurden offen für die spirituellen Botschaften Jesu. Johannes der Täufer reinigte seine Klienten mit mehrwöchigen Kuren so gründlich, dass ein neues Bewusstsein von selbst entstand. Das bedrohte das herrschende System, das in verschiedenen Reichen (Judentum, Ägyptisches Reich, Römisches Reich) im Kern ein bis heute existierendes Wertesystem vermittelte.

Die Badekuren rund ums Mittelmeer waren seit Jahrhunderten vergessen — vermutlich mit etwas Nachhilfe, denn wer badete, war schwer zu kontrollieren. Nur die Griechen badeten noch in basischem Wasser, und die starken Gegner der Römer in Gallien sowie Mittel- und Osteuropa.

Innerhalb des Römischen Reichs erneuerte Johannes der Täufer die basischen Bäder und erzielte so gute Ergebnisse, dass die Herrschenden ihn enthaupten ließen. Seine Patienten waren nicht mehr fügsam und gehorsam. Sie wurden aufmüpfig und revolutionär. Sie waren auf dem Weg in die Freiheit — und hätte man sie gelassen, wäre die Ideologie des Reichs rund ums Mittelmeer schon vor 2.000 Jahren zusammengebrochen: Die Herrscher hätten keine Untertanen mehr gehabt. Also mussten sie dafür sorgen, dass in ihrem Kulturraum nicht weitergebadet wurde — auch nicht innerhalb des Christentums, das kaum mehr aufzuhalten war.


Verzerrte Bilder vom Wesen der Taufe

Die Geschichte verzerrte die Taufe zu einer blassen Geste. Es war weder mehr klar, welches Wasser verwendet wurde (nämlich basisches), noch wie die Taufe tatsächlich ablief. Die Kirche wurde in den Dienst der Herrschenden (damals der Römer) gestellt, und die Taufe wurde zu einer Art Beitrittsritual — ein bisschen Besprenkeln mit normalem (ungefähr neutralem) Wasser. Johannes der Täufer wäre kaum so berühmt — und den Herrschenden so gefährlich — geworden, wäre er nur eine Art Verwalter einer religiösen Gruppe mit einem zwanzigminütigen Aufnahmeritual gewesen.

Nein — der Täufer überzeugte durch seine Taufe. Das Ergebnis war ein Mensch, der völlig anders dachte, fühlte und aussah als zuvor. Die römischen Kaiser verzerrten die Botschaften der Kirche, als sie erkannten, dass sie sie nicht besiegen konnten. Sie installierten in allen Gemeinden oberflächliche Taufrituale mit einer Handvoll Wasser. Nur einige neuere Kirchenzweige erinnern sich daran, dass der ganze Körper eingetaucht werden soll. Aber auch diese Gruppen haben den vollen Sinn der Taufe nicht wiederentdeckt: Badedauer und Wasserqualität bleiben unbeachtet. Genau diese beiden — die Dauer und ein pH über 8,5 — machten die Taufe zu einem bedeutenden Reinigungs- und Heilungsweg. Die Bibel enthält durchaus Hinweise auf die Technik des Johannes (Markquart 2005).


Der sagenhafte Jungbrunnen — wie die Europäer badeten

Während das basische Baden um die Zeit Jesu im Mittelmeerraum wiederentdeckt wurde, hatten die Europäer es nie vergessen. Das Baden in bestimmten heiligen Quellen war Teil der keltischen und germanischen Kultur und sicherte ihre Widerstandskraft. Sie badeten täglich 10 bis 12 Stunden über 3 bis 4 Wochen — oder blieben, je nach Anliegen und Badeplan, 2 bis 3 Wochen durchgehend im Wasser. Sie hatten Schwimmkissen für den Kopf und nahmen Mahlzeiten auf schwimmenden Tabletts ein. Sie konnten sich unterhalten und wurden vom Badepersonal versorgt. Es war eine wirksame, angenehme und komfortable Heilmethode. Die starke Anziehungskraft der Bäder begründete den Mythos vom Jungbrunnen.

Dieses Wissen wurde später geächtet und verfolgt. Der Maler und Bildhauer Lucas Cranach der Ältere versuchte, das alte Wissen durch die Kunst zu bewahren. Den verfolgten Naturreligionen nahestehend, soll er das symbolträchtige Relief am heidnischen Heiligtum der Externsteine geschaffen haben (Ritters 1997). Sein berühmtestes Gemälde ist „Der Jungbrunnen" (1546, Spätrenaissance). Es zeigt eine Quelle, die in ein Becken mündet, in dem viele Menschen baden. Links steigen Alte hinein; rechts steigen junge, schöne, gesunde Menschen heraus. Kunstführer deuten das meist als Wunschdenken oder als Idee einer blitzschnellen Verjüngung. Beides stimmt nicht. Diese Bäder existierten wirklich — nur dauerte die Verjüngung Wochen oder Monate.


Das Ansehen des Baders

Die Bäder waren so wirksam, dass Europa nur ein Wort für Arzt, Mediziner oder Heiler kannte: den „Bader". Der Bader bestimmte Zusammensetzung und Ablauf des Bades nach Zustand und Beschwerden der Patienten. In den heidnischen Kulturen genoss er hohes Ansehen, seine Kompetenz war unbestritten. Etwas von diesem Mythos steckt noch im Ruf und Rang der Kurorte, die sich bis heute „Bad" nennen dürfen. In heidnischer Zeit aber machten nur bestimmte Quellen einen Ort zu einem berühmten Bad — sie führten basisches Thermalwasser.

Viele Siedlungen entstanden in der Nähe solcher wertvoller Quellen, was regelmäßiges Baden ermöglichte. Der Brauch, samstags zu baden, um sonntags rein zu sein, hat sich bis heute gehalten. Er stammt aus heidnischer Zeit, als man die Feiertage rein begehen wollte. Heute bedeutet „Feiertag" oft, sich mit Alkohol und schlechtem Essen zu vergiften — gern schon am Vorabend. Früher ging es an Feiertagen darum, feinstoffliche Verschiebungen wahrzunehmen und auf einer feineren Ebene zu feiern — für uns heute schwer nachvollziehbar. Das Bad vor dem Feiertag war so selbstverständlich wie heute das Essengehen am Samstag. Gebadet wurde außerdem regelmäßig.


Kulturelle Anpassung — Werbekampagnen für ungesunde Ernährung

Solange die Europäer badeten, waren sie für die Römer unbesiegbar. Das Römische Reich versuchte, die Kelten, Germanen und Slawen nördlich der Alpen durch Krieg und kulturelle Anpassung zu erobern. Kulturelle Anpassung hieß: Legionslager im heidnischen Gebiet errichten und die eigene Kultur, Sitten, Sprache, Landwirtschaft und Produkte durchsetzen. Ihren Wein bewarben sie so aggressiv, wie die Amerikaner heute Cola bewerben. Es war ein jahrhundertelanges Nebeneinander mit gelegentlichen Konflikten und Festgelagen, bei denen die Römer ihre ungesunden Essgewohnheiten einführten.

Von da an wurden die Bäder extrem wichtig — so wichtig, dass römische Strategen sie in ihre Planungen einbezogen. Bäder reinigten die Folgen mäßig ungesunder Ernährung relativ schnell. Regelmäßig wiederholt, erhielten sich die Europäer ihre körperliche Überlegenheit. Römische Berichte erwähnen immer wieder Eigenschaften der Europäer, die den Römern unheimlich vorkamen — und heutigen Menschen unglaubwürdig (Literaturbeispiele). Ihre große Körperkraft inspirierte die Asterix-Geschichten. Die Autoren Albert Uderzo und René Goscinny recherchierten gründlich: Die Gallier waren im Vergleich zu gut trainierten römischen Soldaten überraschend stark, die keltischen Frauen überraschend schön (Schubert 2001). Wer basisch isst und basisch badet, kann mit der Zeit eine zunehmende Körperkraft selbst erleben.

Plutarch schrieb, die Briten hätten Sommer wie Winter nackte Arme und Beine gehabt und nicht gefroren. Cäsar schrieb, die Kelten hätten Schlachten — bis auf Helm und Speer — nackt gefochten und gewonnen. Auch von Langlebigkeit wurde berichtet.


Römische Bäder — ohne Wirkung

Die Römer sahen diese Badekultur seit 400 v. Chr. bei den Kelten, die sie wieder und wieder nicht besiegen konnten. Die Römer waren brutal und hatten die Kultur vergessen — sogar die Seife. Obwohl Seife in der Antike wohlbekannt war (Sumerer und Ägypter dokumentierten Rezepte), lernten die Römer sie erst von den Kelten kennen (Plinius der Ältere, zitiert nach Kaiser 2005). 91 v. Chr. wurde der griechische Arzt Asklepiades von Prusa als Sklave nach Rom gebracht und brachte den verhassten Besatzern etwas griechisches Badewissen bei — genug, um die Freiheit zu erlangen (Grießhaber 2004). Er gründete zudem ein Lehrinstitut und begründete die römische „Balneotherapie", die bis heute verbreitet ist. Baden wurde in Rom populär. Die Kaiser hofften, dadurch große Stärke zu gewinnen.

Römische Bäder („Thermen") entstanden überall in Rom — aber ihnen fehlte das Entscheidende: das basische Wasser. Wasser, das sich für basische Bäder eignet, braucht für die Osmose einen pH über 8. Quellen mit diesen Werten waren die heiligen Thermalquellen der einheimischen Europäer, bekannt als Irminsul. Nicht alles, was nass und durchsichtig war, verdiente diesen Namen. Diese basischen Quellen waren recht zahlreich und machten die einheimischen Europäer stark — auch dann noch, wenn die römischen Nachbarn zu Gelagen einluden: Den Kater kurierten sie im basischen Bad. Sie waren 400 Jahre lang stark und unbesiegbar. Die Niederlage kam von innen, durch die Verführung mit Alkohol — wie bei den nordamerikanischen Ureinwohnern mit dem Whiskey. In Europa war es vermeintlich edler Wein.

Mit den Weingelagen sickerten Sitten und Ansichten der neuen Nachbarn ins Bewusstsein der Einheimischen. Kelten und Germanen lebten vegetarisch: Archäologen finden in ihren Küchenabfällen keine Tierknochen, aber viele Obst- und Gemüsereste, Nuss- und Eichelschalen, Bucheckernhülsen. Bei Festen mit den Römern wurde ihnen Fleisch serviert, das sie schlecht vertrugen — es senkte ihre Kraft auf römisches Niveau. Mit der Zeit gingen Regelmäßigkeit und Disziplin des basischen Badens in Westeuropa verloren — und so unterwarf Cäsar Gallien 51 v. Chr. nach sieben Jahren Krieg.


Im Namen Christi

Die mittel- und osteuropäischen Kelten, Germanen, Slawen und andere Heiden widerstanden den römischen Angriffen weitere 600 Jahre. Sie badeten weiterhin ernsthaft und schlugen römische Heere wieder und wieder. Eine neue Strategie musste her. Das Christentum, um 300 n. Chr. zur römischen Staatsreligion gemacht, wurde benutzt, um die Menschen Mittel- und Osteuropas zu befrieden — eine Pervertierung der ursprünglichen Botschaft Christi. Die sogenannte Völkerwanderung beendete die offizielle römische Kontrolle über halb Europa, doch die römischen Ideen blieben. Das Reich schrumpfte zum Oströmischen Reich (Byzanz) mit Griechenland, der Türkei und Ägypten. Hier ausgebildete Missionare unterwiesen Fürsten und Könige kleiner Staaten nach römischem Vorbild. Mit den Herrschern auf ihrer Seite ließ sich das Volk leichter bekehren. Wo freundliche Worte scheiterten, bekehrten „Heidentöter" die Störrischen mit Gewalt — nach Gelagen mit Wein und Fleisch.


Versiegelt!

Mission und Alkohol waren — neben römischen Kulturmerkmalen — die zwei Waffen einer fast tausendjährigen Werbekampagne (500 v. Chr. bis 500 n. Chr.), die Europas Zeitalter der Krankheit einläutete. Das Christentum distanzierte sich von der Wiederentdeckung des Badens durch Johannes den Täufer und behandelte die heidnische Badekultur als ebenso gefährlich. Im frühen Mittelalter (772–802) wurden alle Thermen versiegelt oder zugemauert (Lück 1993, Kinder/Hilgemann 1984). Karl der Große führte in den „Sachsenkriegen" die letzte Schlacht gegen die Heiden. Der Historiker Lück schrieb, der Verlust dieser Jungbrunnen sei für die „keltischen" Völker verheerend gewesen.

Nach der Versiegelung der Thermen folgten Massentaufen des Adels, und jede Grafschaft wurde von einem weltlichen und einem geistlichen Aufseher kontrolliert. Diese „Königsboten" (Missi dominici) mit Sondervollmachten kontrollierten Grafen, religiöse Veranstaltungen und Verwaltung — die tributpflichtigen Stämme standen damit unter mehrfacher, dem Kaiser direkt verantwortlicher Aufsicht.

Die Ironie: Im Namen Christi — der das basische Baden im Mittelmeerraum gefördert hatte — versiegelte die Kirche die Jungbrunnen der Europäer. Für die keltischen und germanischen Völker, bis dahin trotzig und unberechenbar, war es eine Katastrophe. Sie wurden regierbar und berechenbar.


Heiden im Inneren

Die Menschen badeten weiter und machten ihr Badewasser mit Pulvern basisch (wie dem altägyptischen „Trona"). Mit der Zeit passten sie sich den neuen Verhältnissen an: verwaltete Staaten mit Ämtern, neue Religion und Kirche, die Bedeutung von Dokumenten statt gesungener Epen und die neue Gelehrtensprache Latein. Heilige Haine wurden genommen und durch leblose Kirchen ersetzt. Doch die Verbindungen zum Ursprung blieben — mit Zauberern, Druiden, Hexen, Mondgärtnerei, Kräuterwissen und Sonnenfesten (1. Februar, 30. April, 1. August, 31. Oktober). Die berühmtesten waren die energetischen Wendepunkte: der 24. Juni (kürzer werdende Tage) und der 24. Dezember (länger werdende Tage). Die Kirche übernahm römische Monats- und Festnamen und versuchte, ihnen christliche Bedeutung zu geben — die alten Feiern und Bräuche konnte sie nicht stoppen. Das Frühlingsfest mit dem Ei als heidnischem Symbol der Wiedergeburt lebt bis heute als Ostara fort.

Die Menschen passten sich der neuen Zeit an — es entstand eine christlich-heidnische Mischung. Das Hochmittelalter (1000–1200) brachte eine relative kulturelle Blüte und weniger Unterdrückung. Heidnische Rituale wurden tagsüber nur noch symbolisch vollzogen — also wich man auf die Nacht aus. Tagsüber ging man in die Kirche, nachts traf man sich zu rituellen Tänzen in Pilzkreisen. Der Bardengesang bekam eine zweite Chance. Innen blieben die Menschen Heiden — nach außen ließen sie Pfarrer und Beamte in Ruhe.


Badeverbot

Um 1200 versuchte die Kirche, ihren Einfluss auszubauen: Das Zinsverbot, das zum Wirtschaftswachstum beigetragen hatte, wurde gelockert (1179 durch Papst Alexander III.). Die Inquisition gegen heidnische Praktiken wurde erst bischöflich (1215), dann päpstlich (1231 durch Papst Gregor IX.). In Frankreich und Deutschland wurde die Todesstrafe für Gotteslästerung eingeführt.

Am folgenreichsten für Lebensdauer, Gesundheit und Widerstandskraft war das totale Badeverbot der Kirche am Ende des Hochmittelalters — egal mit welchem Wasser. Damit war es unmöglich, das Badewasser mit Zusätzen basisch zu machen. Wer beim Baden erwischt wurde, dem drohten harte Strafen. Begründet wurde das Verbot damit, Baden sei unmoralisch (Kaiser 2005). Nach dem Verbot kamen die Pest und der Niedergang des Wohlstands.

Die christliche Kirche fürchtete das basische Baden wie der Teufel das Weihwasser.

Die Lebenserwartung sank im Spätmittelalter und der frühen Neuzeit drastisch. Auf diese kurze Lebensspanne beruft man sich heute, wenn von spektakulärer Lebensverlängerung die Rede ist — und vergisst, dass die Menschen davor deutlich älter geworden waren. Die Erinnerung an die alten Zeiten verblasste in Jahrhunderten aus Krankheit, Krieg und Unterdrückung. Kirchlicher Drill und Indoktrination ließen Kinder glauben, die heiligen Feste ihrer Eltern seien christlich. Diese Indoktrination hielt sich über kurzlebige Generationen hinweg.

Wie hätte ein breites Bewusstsein für diesen Machtgriff überleben können? Die Empörung über diese Enteignung wartet auf eine neue Geschichtsvermittlung — denn die Fakten sind überprüfbar, alte Quellen existieren. Wenige, aber genug für klare Berichte.


Sinkende Lebenserwartung durch veränderte Essgewohnheiten

Die Menschen wurden krank und starben früher — durch die Ernährung. Die Römer brachten den Wein, der bald in Frankreich und Deutschland angebaut wurde, um den Nachschub zu sichern. Kirche und Staat bewarben ihn wie heute die Cola-Getränke. In jeder Schenke gab es Wein; Soldaten und Händler führten Vorräte mit; jeder von Rang hatte seine Weinauswahl. Wein wurde auch in Schläuchen getragen. Im Mittelalter waren die Menschen oft betrunken, weil sie bei Durst Wein statt Wasser tranken (Marquardt 2005, Dombrowsky 2001).

Die Alkohol-Propaganda wurde vom zunehmend schlechten Trinkwasser unterstützt. Die nackten Einheimischen hatten einst frisches Wasser aus jedem Bach getrunken — doch mit der Ledergerberei kam die Verschmutzung. Sie bekamen Leder und Kleidung: Dinge, die sie nie gebraucht hatten. Nacktheit war selbstverständlich, bis die Kirche die Scham durchsetzte — langsam übernommen, aber vergessen, wo sie unpraktisch war. Bis ins 15. Jahrhundert war es üblich, nackt zum Badehaus und zurück zu gehen, um sich das Aufbewahren der Kleidung und das Abtrocknen zu sparen. Nackt zu schlafen war normal, selbst mit Gästen. Mit der Kleidung kam zuerst die Verschmutzung des Trinkwassers, denn die Gerbereien leiteten tödliche Gifte in die Bäche. Saurer Wein war gesünder als Abwasser.

Die Römer führten auch den Getreideanbau ein. Wo kein Wein wuchs, brauten sie Bier, um Einheimische und Söldner zu kontrollieren (Finouist 2005). Das Bier war keine Erfindung der Einheimischen — es war ein unwillkommener Drogentrend.

Die Römer bewarben Brot aus Getreide — verheerend für die Gesundheit. Mühlen existierten bereits, denn früher backte man Brot aus Eicheln (Pollmer u. a. 2001). Die britischen, keltischen und germanischen Eichenwälder wurden abgeholzt — die genaue Ursache ist unbekannt, vermutlich um die Ernährungsumstellung durchzusetzen. Eicheln waren ein hochbasisches Lebensmittel. Der Verlust der Eichenwälder schwächte auch die Druiden (dru (keltisch) = Eiche) (Schubert 2001). Die Lebenserwartung sank, als die Menschen auf Getreidebrot umstiegen. Pollmer (2001) formuliert es so: Die Menschen „bissen ins Gras", weil es keine Eicheln mehr gab. Der Holzbedarf für den Schiffbau war in der Wikinger- und Römerzeit gewaltig.


Umerziehung: vom basischen Eichelbrot zum krankmachenden Getreide

Zur Unterstützung der geplanten Umerziehung trieb man Schweine zur Mast in die verbliebenen Eichenwälder. Die Menschen verloren das Wissen, Eichelbrot zu backen, und verfütterten die Eicheln an die Schweine statt an sich selbst. Gegessen wurde vor allem Getreide und Fleisch in allen Formen. Brot wurde für lange Zeit zum Grundnahrungsmittel — der durchschnittliche Verbrauch lag bei 1,5 kg pro Person und Tag. Die meisten Bauern hielten Vieh, und sei es nur Geflügel und Kaninchen. Brot wurde auf Vorrat gebacken, Fleisch durch Räuchern und Salzen haltbar gemacht. Man aß Verdorbenes. Das Ergebnis: eine orientierungslose, kranke, aggressive, hässliche Bevölkerung — der Mob war geboren. Das beschreibt ungefähr das heutige Bild vom finsteren Mittelalter, einer grausamen Epoche. Historisch war es vor allem das Spätmittelalter (1200–1700), die Hauptzeit der Hexenverfolgung.

Während die nackten Einheimischen Jahrhunderte zuvor römische Legionen besiegt hatten, sahen sie nun — bekleidet und schwach — zu, wie die letzten Brüder und Schwestern, die die alten Traditionen lebten, hingerichtet wurden. Die Inquisition zielte auf die Träger des alten Wissens — Barden, Hexen, Druiden.


Neue Bäder für das Volk: Pech und Schwefel

Der Mythos des Badens blieb. Das Ansehen der Bader als Heiler blieb stark. Ärzte römischer Prägung und Barbiere mit barbarischen Operationen schreckten die Menschen ab, während die Ernährung immer kränker machte. Die Medizin galt als Quacksalberei — ohne echte Alternative.

Auf öffentlichen Druck erlaubte die Kirche wieder Bäder — aber andere. Gefördert wurden Bäder mit saurem Wasser, wie die berühmten böhmischen Bäder Marienbad und Karlsbad, reich an Schwefel. Die Menschen ergriffen begierig die Chance, wie ihre Vorfahren Badekuren zu machen — doch die Wasser waren wirkungslos oder schädlich.


Ebenfalls neu: wirkungslose Dampfbäder

Ein zweites neues Konzept kam auf — Baden im Dampf statt im Wasser. Diese billige Methode passte den Herrschenden, denn in Dampf lässt sich kein basisches Badewasser mischen. Falls das Wissen um basische Zusätze noch existierte, war es hier nutzlos. Dieses Holz-Badehaus mit Feuer, heißen Steinen und Aufguss verbreitete sich im orthodoxen Russland und ersetzte die Thermen. Es kam nach Finnland, hieß Sauna — und wird in Deutschland heute fälschlich als finnische Erfindung vermarktet. Saunagänger wissen, dass dort Herz-Kreislauf-Todesfälle zunehmen.


Saure Bäder — schädliche Wirkung

Schwefelbäder begründeten im 14. Jahrhundert viele Badeorte, die bis heute bestehen. Die Menschen badeten anfangs wie in den heiligen Quellen und den selbst angesetzten basischen Bädern: täglich 10–12 Stunden über Wochen. Das saure Wasser verursachte einen nässenden, juckenden Ausschlag, den man vom basischen Baden nicht kannte. Der Ausschlag wurde für Entgiftung gehalten — war aber Säurestau durch den niedrigen pH (Hörnicke 1957). Die Haut entzündete sich, die Kur wurde zur Strapaze.

Echte basische Bäder sind dagegen angenehm und erfrischend. Die Haut erholt sich zuerst, indem sie Säuren ins Badewasser abgibt. Walter Sommer beschrieb die basischen Langzeitbäder so: „25 basische Bäder machen dich 25 Jahre jünger" (Sommer 1978). 25 Bäder à 12 Stunden räumen ein Vierteljahrhundert an Giften und Schlacken aus — genau das, was sich die Badenden erhofften.

Nur im übelriechenden Schwefelwasser blieb diese Wirkung aus. Die Badekuren scheiterten; die Menschen wurden anfällig für Infektionen und Seuchen. Im 16. Jahrhundert erlosch die Badebegeisterung; man überdeckte üble Gerüche mit Blumendüften — wie König Ludwig XIV., der in seinem Leben nur zweimal badete (Kaiser 2005). Im 19. Jahrhundert schlossen die letzten öffentlichen Badehäuser (Hörnicke 1957). Die Badezeit in den Kurorten schrumpfte auf eine halbe Stunde, zwei- bis dreimal pro Woche. Die Kurorte setzten vor allem auf Trinkkuren.

Starker Säureeintrag — etwa Schwefelwasser — wirkt wie eine Säurepeitsche: Vorhandene Schlacken werden aufgebrochen; freie Säuren binden sich an Körperbasen oder Nahrungsbasen zu ausscheidbaren Schlacken, die über Urin und Stuhl gehen. Die Patienten verlieren Körperbasen — aber auch die Gifte, die Symptome verursachten. Massagen und mäßige Bewegung in Kuren wirken ähnlich. Die Linderung der Symptome wird als Heilung empfunden — ist es aber nicht.


Was bleibt: eine Badekultur mit Minimal-Anwendungen

Als schwacher Abglanz der alten Heilerfolge zogen die Bäder weiter Menschen an — vom Wasser verstand man nichts mehr. Man probierte die offiziellen Quellen. Manche Symptome verschwanden und galten als Kur-Erfolg; andere kamen hinzu und wurden dem Schicksal zugeschrieben.


Sebastian Kneipps Methode im 19. Jahrhundert

Kneipps Kaltwassertherapie wurde populär — kaltes Wasser ist basischer als warmes. Wo die Therapie (durch Bewegung) relativ lange Aufenthalte im kalten Wasser erlaubte, besserten sich ernsthafte Beschwerden. Füße und Waden gelten als „Hilfsnieren" des Körpers. Kranke mit Schlaganfall, Diabetes oder Herzproblemen scheiden viel über die Füße aus, um den Mindest-pH des Körpers zu halten. Offene Wunden, Fußpilz, geschwollene Füße zeigen diese Ausscheidung. Die Säuren und Gifte in den Füßen sind fast schon draußen. Steigen solche Menschen in relativ basisches Wasser, waschen sich die Säuren von der Haut — die übervollen Lager werden entlastet statt zum Überlaufen gebracht. Diese leichte Erleichterung begeisterte Kneipps Anhänger. Da das Wissen um wirksame Reinigung verloren war, nahm man dieses Almosen dankbar an. Kneipp-Kuren sind schwach im Vergleich zu zweistündigen Fußbädern in stark basischem Wasser.


Basenüberschüssige Pflanzen und Ernährung

Um Kneipps Zeit verbesserte sich die Gesundheit Mitteleuropas langsam — durch eine basenüberschüssige amerikanische Pflanze, die das Getreidebrot teilweise ersetzte. Die Kartoffel des 18. Jahrhunderts glich den Fleischkonsum teilweise aus und hob die Lebenserwartung um Jahrzehnte. Bis heute besteht bürgerliche Kost aus Fleisch und Kartoffeln. Vor der Kartoffel aß man Innereien (z. B. „Saumagen") für die Basenversorgung — eine gute Methode, wenn man Fleisch isst. Organe, besonders die Leber, enthalten Mineralien, sofern die Tiere unbelastet sind. Wo es Eichenwälder gab, glich das Essen von Innereien die Säure aus den Fleischanteilen aus. Mit Eicheln gefütterte Schweine lieferten reine Leber. Davor aßen die Menschen selbst Eicheln und Bucheckern — und erreichten überwältigende Gesundheit.

Die Fleisch-und-Brot-Kost, ausgeglichen durch Innereien und etwas Gemüse, sicherte zwischen 1300 und 1800 gerade so das Überleben. Die Lebenserwartung fiel auf etwa 40 Jahre. Friedrich der Große verbesserte das leicht. Die Kartoffel als Grundnahrungsmittel milderte die Säurelast. Bis heute ist die Kartoffel ein zentrales Lebensmittel, damit kranke Kinder trotz der Säurelasten aus allerlei Nahrung und Medikamenten wachsen können.


Gesundheit und Hygiene im 19. Jahrhundert

Abgesehen von leichten Verbesserungen durch Wassertreten und Kartoffeln stagnierte die Gesundheit im Deutschland des 19. Jahrhunderts. Das Waschen mit Seife wurde häufiger. Die Entdeckung des Erdöls veränderte die Körperpflege. Erdöl und saure Kunststoffe stecken bis heute in fast jeder Creme, jedem Duschgel und Schaumbad — unter Namen wie Paraffinum Liquidum, Petrolatum, Ceresin, Dimethicone, Microcrystalline Wax oder schlicht Mineral Oil. Die meisten Babycremes (z. B. Penaten, Bebe) bestehen überwiegend aus diesen sauren Giften.


Basisches Baden ist möglich — erlebe seine Wirkung!

Basisches Baden ist heute genauso möglich wie vor 10.000 Jahren. Mach dein Badewasser mit basischem Badepulver basisch. Achte darauf, dass es möglichst wenige Zutaten enthält. Verzichte auf Meersalz oder Himalaya-Kristallsalz — sie senken den pH unter die wichtige physiologische Schwelle von 8,5, die für ein ausreichendes pH-Gefälle an der Haut nötig ist. Nur dann kommt die Entgiftung per Osmose in Gang. Dein Badepulver sollte Mineralien enthalten.


Hier das deutsche Original-Video auf YouTube:

Die Geschichte des Badens — deutsches Originalvideo

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